Ethnic Travel: Halong Bay

Am Morgen nach dem unlucky day und frisch gestärkt mit heißer Nudelsuppe (Angélique überließ nach nur drei Löffeln, den Rest ihrer Suppe mir) starteten wir unsere Reise nach Halong  City und von dort aus mit dem Boot zur Halong Bay. Am Hafenterminal trafen wir auf zwölf andere Reisende, mit denen wir die nächsten drei Tage verbringen durften. Wir dachten das Glück wäre wieder auf unserer Seite, als wir das größte Zimmer auf dem Boot bekamen, jedoch wuchs der Missmut gegenüber unserem Guide Quan, als wir Abends merkten, dass unser Zimmer genau über dem Dieselgenerator lag, welcher die ganze Nacht unsere (Gerhirn-)Wände zum Vibrieren brachte. Zudem wurden wir vor dem Zubettgehen auch noch unangenehm von einer herumirrenden Kakerlake neben unserem Bett überrascht. Ich verwandelte mich wie durch Zauberhand wieder in den todesmutigen Crocodile Dundee und bis ihr den Kopf ab – oder so. Bevor wir uns jedoch weiter darüber aufregen konnten, schipperte der alte Kahn los. Der Anblick der riesigen Kalkfelsen machte uns sprachlos und die Meeresbriese blies den Ärger des letzten Tages einfach über Bord. Wir verbrachten die meiste Zeit auf dem Sonnendeck des Schiffes und genossen den Ausblick, bis wir unseren ersten Anlegeplatz erreichten und unsere Rettungswesten anlegten. Ab hier ging es mit dem Kajak weiter vorbei an schwimmenden Dörfern zu einem Museum, indem wir mehr über das harte Leben der Menschen in diesen Dörfern erfuhren.

Nachdem wir die Kajaks wieder sicher am Schiff vertäut hatten, konnte wir noch ein letztes Mal ins Wasser springen. Es ist ein wahnsinniges Gefühl im warmen Wasser der Halong Bucht zu schwimmen. Man blickt aufs Meer, sieht die 100 Meter hohen und 250 Millionen alten Kalkfelsen direkt vor sich, die ihre Form mit jedem Blickwinkel und jedem Lichteinfall verändern. Man fühlt sich etwas verloren in dieser gigantischen Kulisse und gleichzeitig erfüllt von Glück. Ein unvergesslicher Moment und ein weiteres Bild in unserem Kopf, das wir hoffentlich niemals vergessen werden.

 

Konserviert und archiviert, ich hab’s gespeichert. Paraphiert und nummeriert, damit ich’s leicht hab. Wenn die Erinnerung auch langsam verschwindet, weiß ich immerhin genau, wo man sie findet.

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